AUA melden sich mit ihrem dritten Studioalbum Painkiller No.1 zurück und setzen damit einen markanten Schlusspunkt hinter eine eindrucksvolle Trilogie. Nach der introspektiven Tiefe von The Damaged Organ (2022) und der explosiven Ausgelassenheit ihres Debütalbums I Don’t Want It Darker (2020) ist das neueste Werk der Multiinstrumentalisten Fabian Bremer und Henrik Eichmann ein Zeugnis ihrer künstlerischen Dynamik und langjährigen Freundschaft. Erneut in Eigenregie zwischen Heimstudios und abgelegener Ferienhütte aufgenommen, setzt sich Painkiller No.1 zu einem sorgfältig komponierten Mosaik aus klanglicher Vielschichtigkeit und komplexem Songwriting zusammen, das den unermüdlichen Drang des Duos zur Weiterentwicklung verdeutlicht. Motorik-Beats und Synth-Arpeggios bleiben die treibenden Kräfte in AUAs kreativem Output, wie im Stück Disconnected Bliss oder dem Titeltrack des Albums.
Bremer und Eichmann erlauben sich jedoch auch Raum zum Atmen, insbesondere da mehr Songs von ihren Gesangsperformances getragen werden, wie in Scenes of Quiet Life oder White Sharks. Auf Painkiller No.1 erweiter ndie beiden Musiker ihre Klangpalette aus fragilem Gesang, trocken-punchigen Drums, Vintage-Synths und Lo-fi-Gitarren um weitere Einflüsse, die die Grenzen ihres bewährten Sounds ausloten: Von den psychedelischen Ausbrüchen von Portishead und den Beatles inspiriert, über die vertrackten Arrangements von Autolux und Broadcast, wagt sich der dritte Langspieler der Band in unbekannte Gefilde, bleibt aber der rauen, wabernden Ästhetik seiner Vorgänger treu. Jeder Track wird zu einer Reise für sich, die die Reife der beiden Musiker als Songwriter und Storyteller unter Beweis stellt.
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Wohnbau
Wohnbau machen Musik eigentlich. Zunächst als Studioprojekt während der Pandemie gegründet, um trotz der Einschränkungen musikalisch aktiv sein zu können, steht das Quartett heute auf der Bühne, um die Songs ihrer ersten Veröffentlichung und mehr live zu präsentieren. Dabei verfolgen sie einen offenen musikalischen Ansatz, der Elemente von Postpunk, Krautrock, New Wave und Minimal Music im Uncanny Valley ihres eigenen (Anti-)Stils verbindet und neu interpretiert. Nicht als Rekombination, sondern als Herangehensweise.