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Still More - Schulvorstellung
Waschhaus Potsdam , Potsdam
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Description
Mit „Still More“ erforscht Anja Kozik, zusammen mit drei Tänzerinnen, einer Pole Artistin, einer Schauspielerin und zwei Musikern auf der Bühne, das Gefühl von Selbstermächtigung. Sie bilden zusammen ein Synonym für Kraft und Stärke.
Amazonenartig und zerbrechlich zugleich treten die Darstellerinnen auf und bringen eigene Erfahrungen, Impulse und Emotionen mit. Ausgangspunkt für „Still More“ ist, unter anderem, die tragische Figur der Ophelia in Shakespeares Hamlet. Allerdings bricht Ophelia in der Performance aus dem Hamlet-Narrativ aus. Sie zerreißt ihre Fesseln, zerstört alles, was sie eingeengt hat, um sich zu befreien und zu sich selbst zu finden. Ihr altes Ich auflösen, um sich neu zu erfinden.
Anja Kozik zieht immer wieder Verbindungen zu der Vergangenheit und der Gegenwart und bezieht sich auf bekannte Werke der Literatur und Kunstgeschichte. Ein zentraler Punkt der Bühne ist eine große Tafel, die an das letzte Abendmahl von Leonardo Da Vinci erinnert. Nur dass die Tafel hier neu überschrieben wird, es gibt weder Wein noch Brot, sondern Früchte. Eine neue Zentralperspektive. Früchte als Symbol der Sinnlichkeit, Weiblichkeit, Macht, des Friedens und der Schönheit. Ein ekstatischer Ausbruch.
Die Performance „Still More“ wird begleitet und getragen von zeitgenössischen lyrischen Texten, wo es um Sehnsucht und emotionale Leere geht. Texte, die uns mit unserer Gesellschaft von heute konfrontieren. Eine Gesellschaft, die in der Spirale der Müdigkeits-Pandemie hängt und in der sich die emotionale Leere weiter ausbreitet. Eine Gesellschaft, die gefühlt immer mehr auf der Suche ist. Was uns allerdings alle vereint, ist die Sehnsucht und das Bedürfnis nach Liebe und Selbstbestimmtheit.
Die Bühne verwandelt sich in einen kreativen Spielplatz. Es wird getanzt und geflogen. Die Performerin an der Polestange und die Texte von Kate Tempest verschmelzen zu einem Körper. Die Musik ist kraftvoll und energetisch, aber auch atmosphärisch und verspielt zugleich. Visuelle Akzente werden durch KI-generierte Videos gesetzt, ein unkontrollierbares Wesen.
Still More ist ein Fest der Sinne und ein Zusammentreffen verschiedener Disziplinen. Text, Bild, Musik und Körper verschmelzen zu einer Einheit und werden in Bewegungen übersetzt. Eine Gemeinschaft, die Impulse unserer Zeit setzt, und da kann es, laut Anja Kozik, auch schon mal ein bisschen wild zugehen.
Regie: Anja Kozik
Sounddesign & Livemusik: Lars Neugebauer
Kontrabass: Marcel Siegel
Kostüm: Juliane Götz
Tanz: Veronica Lillo, Xenia Argyri, Micaela Rocha
Pole: Theresa Zlatovlaska
Schauspiel: Charlott Lehmann
