
THEM FLEURS & DANIEL HE
Heppel & Ettlich, München
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Description
THEM FLEURS
Schon in den Nullerjahren tummeln sich die Fleurs mit unterschiedlichsten Bands auf den einschlägigen Schweizer Bühnen. So kommen verschiedenste Einflüsse zusammen – vom Punk über den Pop bis hin zum Elektronischen.
ANFÄNGE. Ursprünglich wollen alte Freunde zwei Wochen Straßenmusik machen. So passiert das im Sommer 2010 an der Ostseeküste Deutschlands. Musikalisches Zusammenspiel, Busleben und Resonanz auf nordischen Promenaden rufen nach mehr.
BACK AND SO ON. Nach 2 EPs erscheint im 2014 das Debut bei Subversiv Records und wird im ausverkauften ISC Bern getauft. Es folgen rund 100 Konzerte, etwa am Open-Air Gampel oder als Support von Frank Turner.
RUN. Ein Album in Eigenregie, ohne Grenzen und Zeitplan. Veröffentlicht im Dezember 2017, getauft im ausverkauften Berner Gaskessel. Im Anschluss die erste Fleurs-Tour durch die Schweiz und Deutschland.
BURN TO HAPPEN / RIVER. 2 7-Inch-Singles, 1 Thema. Gefeiert in der Spinnerei Bern (2018) und im legendären Bad Bonn in Düdingen (2019). Weitere Auftritte am SWISS LIVE TALENTS und eine ausgedehnte Tour durch Deutschland und Tschechien.
PALP RESIDENZ / DUNES EP 2024. Eingeladen vom PALP FESTIVAL, residieren die Fleurs 2023 im Val de Bagnes undarbeiten an der EP DUNES. Aufgenommen wird in den ALTERNA RECORDING STUDIOS in Basel.
SOUND. Unterschiedlichste Einflüsse ergeben den unverkennbaren Sound, irgendwo zwischen Pop, Rock und Postirgendwas. Obwohl sich Lieder sehr unterscheiden, bleibt ein schlüssiges Gesamtbild, das die Band live jeweils mit viel Wucht umsetzt.
https://youtu.be/92sr2q2lQkI?list=RD92sr2q2lQkI
„Bis ins Detail ausschraffierter Gitarrenpop, der doch weit ausschweift. RUN klingt wie ein Album aus einem Guss, das man so nur einspielen kann, wenn sich alle einig sind, was sie damit erreichen wollen,“ BERNER ZEITUNG.
„Bemerkenswert an Them Fleurs ist, dass sie die Musikgeschichte zwar kennen, aber doch so gar nicht nach einer bestimmten Richtung klingen, nicht britisch, nicht amerikanisch, sondern ganz eigen.“ NZZ.
„Diese Platte passt sehr gut in dieses Jahrzehnt. Die Schweiz kann so entspannt und versiert klingend daherkommen.“ ART NOIR.
„Them Fleurs sind unberechenbar und überraschen immer wieder mit ihren experimentellen Werken.“ ROCKSTAR.
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DANIEL HE - Debütalbum "Dubao"
Mit der Single "Autopilot" öffnet Daniel He ein neues Kapitel - musikalisch und biografisch. Der 24-jährige Singer-Songwriter ist in China geboren und lebt seit einigen Jahren in Deutschland. Seine Perspektive ist die eines Menschen zwischen den Kulturen - und zwischen den Systemen.
"Autopilot" ist der erste Vorbote seines Debütalbums "Dubao", auf dem sich Daniel mit dem Verlust seiner Mutter, seiner queeren Identität und dem Gefühl kultureller Entwurzelung auseinandersetzt. Drei Jahre nach dem Tod seiner Mutter kehrt er im Sommer 2024 zum ersten Mal nach Wuhan zurück - die Stadt seiner Kindheit, die er nun als Fremder wiederbetritt.
Sein Vater holt ihn mit einem neuen Auto vom Flughafen ab. Die Fahrt ist geprägt von vorsichtigem Smalltalk – das Unausgesprochene schwebt schwer im Raum. Als der Vater plötzlich das Lenkrad loslässt und erklärt, das Fahrzeug fahre im Autopilot-Modus, wird für Daniel ein tieferer Gedanke spürbar: Auch der Vater scheint emotional auf Autopilot geschaltet - eine Schutzfunktion gegen das Unvermeidliche.
In "Autopilot" verdichtet Daniel diese Erfahrung zu einem stillen, eindringlichen Song. Gezupfte Gitarrenakkorde, minimalistische Arrangements und eine fragile Stimme schaffen eine Atmosphäre, die Raum für Verletzlichkeit lässt. Die Einflüsse von Nick Drake, Elliott Smith und Joni Mitchell sind spürbar - und doch klingt Daniels Musik einzigartig: introspektiv, poetisch, zwischen Ost und West.
Als queerer Chinese erlebt Daniel das Leben in Deutschland als freier - aber nicht unbedingt einfacher. Er reflektiert die Distanz zur eigenen Herkunft und zugleich das Weiterleben von Ritualen, Sprache und emotionalen Spuren. Seine Musik ist ein Ort, an dem diese Widersprüche nebeneinander existieren dürfen.